SCHOTT Pharma ist mit plus 4,8% währungsbereinigtem Umsatz auf 240,2 Mio. Euro ins Jahr 2026 gestartet. Das EBITDA 2025 stieg um 11,1% auf 65,2 Mio. Euro, die Marge auf 27,1% (Vj. 25,4%). Die Bereiche Drug Containment und Drug Delivery erreichten 57% Umsatzanteil, wobei nur die Ampullen und Karpulen Wachstum generierten. Für 2026 werden 2–5% Umsatzplus prognostiziert.

Die Laupheimer CDMO Rentschler Biopharma SE ernannte Dr. Veit Bergendahl Mitte Februar zum Chief Operating Officer (COO) und Mitglied des Vorstands. Er folgt im April auf Christiane Bardroff, die das Unternehmen noch in diesem Quartal verlassen wird.

Das Studienstandort-Barometer mehrerer Verbände zeigt: Deutschland wird für klinische Arzneimittelstudien wieder attraktiver. Der skalenumgerechnete Gesamtwert aus einer Befragung steigt deutlich auf +31. Doch Personalmangel und digitale Defizite bremsen weiterhin. Verbände fordern nun Verbesserungen im Detail, um den positiven Trend zu sichern.

Die Münchner Formycon AG und Lotus Pharma (Taiwan) haben eine exklusive Lizenz für das Keytruda®-Biosimilar FYB206 (Pembrolizumab) in weiten Teilen Asiens vereinbart. Formycon erhält eine Vorabzahlung sowie Meilenstein- und Umsatzbeteiligungen und bleibt für Produktion und Lieferung zuständig. Phase III-Daten zum primären Endpunkt werden im Quartal I/2026 erwartet.

Die Basler Plattform für Unternehmensgründung, BaseLaunch, hat Pfizer als siebten Industriepartner neu hinzugewonnen. Erst vor wenigen Monaten war Takeda bei BaseLaunch eingestiegen. Seit der Gründung unterstützte BaseLaunch 27 Start-ups, von denen mehrere bereits Phase II-Studien erreicht haben. Die Portfoliounternehmen sammelten bislang über 1 Mrd. US-Dollar ein.

Die Zürcher Onkologie-Firma Araris Biotech AG hat eine Forschungskooperation mit Optionsvereinbarung zur Lizenzierung mit der japanischen Chugai Pharmaceutical geschlossen, einer Roche-Tochter. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) der nächsten Generation auf Basis der firmeneigenen AraLinQ™-Linker- und Konjugationstechnologie. Doch Araris ist selbst mittlerweile japanisch und eine 100%ige Tochter von Taiho Pharma, die zur Otsuka-Gruppe gehört. Geforscht wird weiterhin in Zürich – so sichtbar, dass die Gebrüder Strüngmann im vergangenen Jahr einen Preis an die Firmengründer verliehen.

Hoffnung für Schlaganfallpatienten: Im Rahmen der von der FDA genehmigten Studie mit Schlaganfallpatienten wurde am Haborview Medical Center in Seattle zum zweiten Mal ein Brain-Computer-Interface-(BCI)-System beim Menschen implantiert. Er soll dem Gehirn helfen, motorische Funktionen wiederzuerlernen. Entwickelt und hergestellt wird das BCI-System von der CorTec GmbH in Freiburg.

Der australisch-schweizerische Plasmaspezialist CSL setzt bei rekombinanten polyklonalen Immunglobulinen (IgG) auf Technologie aus der Schweiz. Mit Memo Therapeutics hat das Unternehmen eine Kooperations- und Optionsvereinbarung über ein Gesamtvolumen von bis zu 265 Mio. CHF geschlossen. Für Memo sind das gute Nachrichten, doch auch CSL kann nach heftigem Stellenabbau etwa in Marburg auch einmal andere Schlagzeilen gut gebrauchen.

georgneu

Die Hamburger Eppendorf Gruppe kooperiert mit der Dubai Police bei der Verbrecherjagd. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden automatisierte Liquid-Handling-Plattformen in die Arbeitsabläufe der forensischen Untersuchungen integriert. Ziel sind schnellere Analysen, höhere Präzision und effizientere kriminaltechnische Auswertungen zur Unterstützung der Justiz.